Häufig gestellte Fragen...
... Angst & Gefühle, seelische Blockaden
Warum habe ich Angst, obwohl objektiv alles in Ordnung ist?
Viele Menschen erleben starke Angst oder Unsicherheit, obwohl sie keine akute Bedrohung erkennen können. Oft weisen sie auf ältere Erfahrungen hin – etwa aus der Kindheit, dem Familiensystem oder, aus Sicht der Reinkarnationstherapie, aus früheren Leben. Gemeinsam können wir den möglichen Ursachen behutsam nachgehen.
Siehe auch mein Artikel: Angst ohne Grund – stammt sie aus der Kindheit, einem früheren Leben oder aus der Gegenwart?
Woher weiß ich, ob meine Gefühle zur aktuellen Situation passen?
Ein hilfreicher Hinweis ist die Intensität des Gefühls. Reagierst Du deutlich stärker, als es die Situation erwarten lässt, kann es sinnvoll sein, nach tieferliegenden Ursachen zu suchen. Dies bedeutet jedoch nicht automatisch, dass die Ursache in einem früheren Leben liegt.
Was sind Trigger?
Trigger sind Situationen, Worte oder Begegnungen, die plötzlich sehr starke Gefühle auslösen. Oft erinnern sie unser Unterbewusstsein an frühere belastende Erfahrungen. Werden diese Zusammenhänge verstanden und die alten Gefühle im Ursprung gefühlt, verlieren Trigger häufig einen Teil ihrer Macht.
Was ist eine seelische Blockade?
Eine seelische Blockade ist ein inneres Muster, das uns daran hindert, so zu fühlen, zu handeln oder zu leben, wie wir es eigentlich möchten. Sie kann sich zum Beispiel durch Ängste, Selbstzweifel, destruktive Glaubenssätze, wiederkehrende Beziehungskonflikte oder das Gefühl zeigen, immer wieder an denselben Herausforderungen zu scheitern.
Aus meiner Erfahrung entstehen seelische Blockaden häufig durch belastende Erlebnisse in der Kindheit, familiäre Prägungen oder durch ungelöste Erfahrungen aus früheren Leben. Oft sind uns diese Zusammenhänge nicht bewusst. Dennoch können sie unser Denken, Fühlen und Handeln beeinflussen.
Das Ziel meiner Arbeit ist es, die möglichen Ursachen einer Blockade gemeinsam zu erkunden. Wenn die dahinterliegenden Zusammenhänge verstanden und verarbeitet werden, erleben viele Menschen mehr innere Freiheit und können neue Wege gehen.https://www.finde-deinen-weg.eu/blog/angst-ohne-grund-stammt-sie-aus-der-kindheit-einem-frueheren-leben-oder-aus-der-gegenwart/
...Beziehungen und Karma
Warum ziehe ich immer wieder ähnliche Partner an?
Viele Menschen erleben wiederkehrende Beziehungsmuster. Diese können mit eigenen Prägungen aus der Kindheit, übernommenen Familienmustern oder – aus Sicht der Reinkarnationstherapie – auch mit Erfahrungen aus früheren Leben zusammenhängen. Wenn ich z.B. ein Problem mit meinem inneren Wert habe, ist es ziemlich wahrscheinlich, dass ich auf Partner treffe, die meinen inneren Wert nicht sehen.
Was ist eine Seelenverbindung?
Manche Menschen erleben bereits bei der ersten Begegnung ein ungewöhnlich starkes Gefühl von Vertrautheit oder Ablehnung. Aus Sicht der Reinkarnationstherapie kann dies darauf hinweisen, dass sich zwei Seelen bereits aus früheren Inkarnationen kennen.
Können Beziehungen karmisch belastet sein?
Wir kennen eine Reihe von Menschen bzw. deren Seelen aus unseren früheren Leben. Je nachdem ob wir mit ihnen in der Vergangenheit angenehme oder leidvolle Erfahrungen gemacht haben, fühlen wir in unserem jetzigen Leben Anziehung, Vertrautheit, Liebe, Freude oder auch Abstoßung, Wut oder Haß. Gerade karmische Beziehungen, in denen wir leidvolle Erfahrungen gemacht haben, belasten unser Leben. Wenn wir uns in einer Rückführung anschauen, wo die Probleme herkommen, haben wir die Möglichkeit, diese Belastung ganz oder teilweise aufzulösen. Wir können dann jenem Menschen vergeben, dass er uns einst verletzt hat oder den anderen auch selbst um Vergebung bitten, für die Verletzungen, die wir ihm zugefügt haben. Dieser sogenannte Täter-Opfer-Ausgleich hat eine tiefe Wirkung und führt zu mehr Frieden in uns und mit unserem Gegenüber.
Was ist Karma?
Karma ist wie das Gepäck, dass wir aus unseren Vorleben mitbringen. Alles was wir gedacht, gesagt, getan oder nicht getan und was wir erlebt haben, hat Folgen und diese reichen bis zum heutigen Tag.
Da gibt es einerseits das bekannte Prinzip des Karmas als Konto. Der Kontostand hängt ab von unseren Handlungen und Gedanken. Was wir aussenden, bekommen wir zurück. Senden wir Liebe aus, erhalten wir Liebe zurück, der Kontostand wächst. Senden wir Lieblosigkeit, Egoismus oder Aggression aus, bekommen wir diese Themen zurück. Der Kontostand sinkt. Wir erleben Mangel, machen möglicherweise SCHULDen. Was wir zurückbekommen, bekommen wir oftmals nicht sofort zurück sondern in den Folgeleben.
Doch Karma ist weit mehr, als dieses relativ bekannte Prinzip. Das Gepäck was wir mitschleppen umfasst Körpererinnerungen, alte Gefühle, Glaubenssätze, Seelenverträge, fehlende oder fremde Seelenenergie u.a. Da gibt es Fähigkeiten, die wir entwickelt haben, Seelen die wir über Inkarnationen hinweg lieben, Gutes was uns wiederfährt und selbst gütiger werden lässt.
In meinen Rückführungen zeigten sich auch Hinweise darauf, dass scheinbar nicht jedes schlimme Erlebnis, was jemand hatte, auf eine Handlung als Täter zurückzuführen war. Manche schlimmen Erlebnisse wurden scheinbar auch nur gemacht, weil wir uns ausgesucht haben, diese Erfahrung zu machen. Ich schreibe scheinbar, weil die Beschäftigung mit der eigenen Tätervergangenheit für die Seele ungleich schwerer ist als die Erinnerung an die Opfer-Vergangenheit und daher manchmal vermieden wird.
Manche Leute sagen, es gibt keine Schuld, weil Gut und Böse wie zwei Pole immer zusammengehören und das eine ohne das andere nicht sein kann. Danach wäre alles Gerede von Karma Qatsch?
Dies ist m.E. einer der größten Irrwege in der esotherischen Szene.
Hier wird Polarität und Dualtät verwechselt und die Folge ist fatal.
In der Polarität (Ganzheit) gibt es zwei gleichwertige Aspekte (Pole), die gleichzeitig zusammengehören, ansonsten wäre es einseitig, was nicht möglich ist. Beide Pole existieren in Harmonie innerhalb der göttlichen Schöpfung: Himmel und Erde, Nordpol und Südpol, Links und Rechts, oben und unten, Ebbe und Flut, Einatmen und Ausatmen, Mann und Frau, Tag und Nacht, Geist und Materie. Im Gegensatz dazu die Dualität, das gebrochene Gleichgewicht: Hier stört eine spaltende Kraft (das satanische Prinzip) die Urharmonie und kreiert ein Zuviel und Zuwenig. Gut und Böse, Frieden und Krieg, Liebe und Hass, Wahrheit und Lüge... Hier existiert nichts mehr innerhalb göttlicher Harmonie.
Wenn ich nun sage, wenn ich mich für das Gute einsetze, nähre ich gleichzeitig das Böse, weil beides zusammengehört, kann ich mich dann vollen Herzens für das Gute einsetzen? Wenn ich mein Kind in die Arme schließe und ihm Liebe schenke, wenn ich zu Weihnachten jemanden einlade, der einsam ist, wenn ich mit jemanden teile, der weniger hat, nähre ich da wirklich das Böse? Kann das wirklich eine Aussage sein, die wahr ist? Und: wem nützt diese Argumentation: den lichtvollen oder dunklen Kräften? Jeder darf nun in sein Herz fühlen und sich fragen, wo er sich hier positionieren möchte.
Wir sind zwar auf dieser Erde in großen Teilen von der leidvollen Dualität betroffen, aber unsere Aufgabe ist es ja gerade, darüber hinauszuwachsen und uns wieder der göttlichen Harmonie anzunähern.
Zum philosophischen Hintergrund empfehle ich Armin Risi.
... Reinkarnationstherapie & frühere Leben
Warum soll ich mit mit meinen Vorleben beschäftigen, ich habe in diesem Leben schon genug Probleme?!
Weil ein großer Teil der Probleme, die wir in diesem Leben haben, seine Ursache in früheren Leben hat. Es gibt Schätzungen, dass 90-95% unserer Probleme aus früheren Leben herrühren. Geht man noch mal in die Vergangenheit zurück und beschäftigt sich mit der Ursache, bessern sich oft auch unsere aktuellen Probleme und wir können endlich unser Potential entfalten.
Muss ich an Wiedergeburt glauben, um eine Rückführung zu machen?
Nein. Viele Menschen nutzen Rückführungen unabhängig von ihrem Glauben. Entscheidend ist nicht, ob man Wiedergeburt als Tatsache betrachtet, sondern ob die während der Hypnose entstehenden Bilder oder Erfahrungen hilfreiche Erkenntnisse ermöglichen.
Können sich alle Menschen an ihre Vorleben erinnern?
Die allermeisten Menschen, die zu mir kommen, können sich an ihre Vorleben erinnern.
Sie spüren intuitiv, dass eine oder mehere Rückführungen jetzt für sie hilfreich sind. Jedoch ist es manchmal auch so, dass erst andere Entwicklungsschritte gegangen werden müssen, bevor die Erinnerungen möglich und nötig werden. Wo wir mit einer Rückführung nicht weiter kommen, können wir mit einer Reinkarnationsaufstellung (Aufstellung des früheren Lebens) weiterarbeiten.
Was passiert, wenn ich kein früheres Leben sehe?
Es geht in der Rückführung nicht ausschließlich um das Sehen, sondern auch um das Fühlen, Spüren, Hören, Riechen, Wissen... Also um alle Arten der Wahrnehmung bzw. Erinnerung. Dennoch führt nicht jede Rückführung in ein früheres Leben. Teilweise zeigt sich zunächst eine belastende Erfahrung aus der Kindheit oder aus dem heutigen Leben. Das Unterbewusstsein entscheidet oft selbst, welche Erinnerung für das aktuelle Anliegen hilfreich ist. In sehr sehr wenigen Fällen tritt gar keine Erinnerung ins Bewusstsein. Dann kann man mit einer Aufstellung der Frage nachgehen, was die Erinnerungen blockiert. Hier können zum Beispiel Ängste eine Rolle spielen.
Wie läuft eine Rückführung in Vorleben ab?
Zur Vorbereitung der Rückführung versende ich Vorinformationen sowie einen
Fragebogen und eine Hördatei, mit der die Klienten im Vorfeld üben können, in Trance zu gehen.
Den Fragebogen lese ich mir im Vorfeld durch, falls noch Dinge vorab zu klären sind, melde ich mich. Zum eigentlichen Termin besprechen wir noch einmal das Anliegen der Sitzung, bei mehreren Problemen legen wir die Pirorität 1 fest.
Dann arbeiten wir in der Trance die Ursache des Problems heraus, die aus diesem oder
vergangenen Leben kommen kann. Wie schauen uns dann das Leben an, aus dem die größte Belastung für das Problem kommt, also entweder ein Vorleben oder bestimmte Zeiten des aktuellen Lebens, meist die Kindheit. Wenn wir uns alles angeschaut haben leite ich die Klienten durch ihre Auflösungs- bzw. Heilungsprozesse. Der Klient bzw. die Klientin geht seine Transformations- bzw. Heilungsschritte selbst nach meiner Anleitung. Falls zur Problemlösung nötig schauen wir, ob noch Zeit und Kraft da ist, ein oder zwei weitere Leben zu bearbeiten. Solch eine Sitzung kann 3-6 Stunden dauern, dafür ist sie auch sehr effektiv.
Nach dem Ende der Sitzung sind die Klienten gehalten, das Erlebte durch Aufschreiben und ggf. Malen nachzuverarbeiten. Wird kein Folgetermin vereinbart, gibt es etwa 4 Wochen nach dem Ende der Sitzung ein telefonisches Nachgespräch, in dem wir reflektieren, was sich geändert hat und ich Hinweise für die Weiterarbeit gehe.
Wie viele Rückführungen sind sinnvoll?
Das ist sehr unterschiedlich und richtert sich nach den gewünschten Anliegen. Manche Menschen erleben bereits nach einer Sitzung wichtige Veränderungen, andere wünschen sich mehrere Termine, um unterschiedliche Themen zu bearbeiten oder aber ein intensives Thema mit mehreren Ursachen erfordert mehrere Sitzungen.
... Hypnose & Unterbewusstsein
Was ist Hypnose?
Hypnose ist ein tief entspannter aber bewusster Zustand, den jeder Mensch kennt und z.B. vor dem Einschlafen erreicht. Während der Hypnose ist es möglich, mit dem Unterbewusstsein oder auch mit dem höheren Bewusstsein zu kommunizieren. Das Unterbewusstsein ist so etwas wie der Geschäftsführer der Firma Mensch, das Überbewusstsein der Inhaber. Unser normales Tagesbewusstsein ist leider nur der Pförtner. Bei tiefgreifenden Veränderungen der Firma Mensch ist es unumgänglich mit dem Geschäftsführer oder sogar mit dem Inhaber zu sprechen. Hypnose stellt den Kontakt her.
Gelingt dies, kann sich die große Kraft der Hypnose entfalten, die es uns ermöglicht, unsere Ziele leichter oder überhaupt erst zu erreichen. Hypnose kann uns beispielsweise helfen, mit dem Rauchen aufzuhören, gesünder zu Essen und abzunehmen, uns selbst zu lieben, Hemmungen und Selbstzweifel zu überwinden, unser Potential zu entfalten und vieles anderes mehr.
Ist jeder hypnotisierbar?
Für Hypnose braucht es eine gewisse Intelligenz, Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit, man muss in der Lage sein, sich auf eine Vielzahl von aufeinander folgenden Anweisungen zu konzentrieren und diesen Folge zu leisten. Wer innere Widerstände, Zweifel, Vorbehalte gegen Hypnose hat und sei es auch unbewusste, und/oder nicht hypnotisiert werden will, ist auch nicht hypnotisierbar. Menschen, die Schwierigkeiten haben, die Kontrolle abzugeben, sind auch schwerer hypnotisierbar.
Früher herrschte die Überzeugung, dass ungefähr 10% der Menschen nicht hypnotisierbar sind. Mittlerweile scheint sich eher die Meinung durchzusetzen, dass prinzipiell jeder geistig gesunde Mensch die Fähigkeit hat, hypnosisierbar zu sein. Es gibt jedoch Zeiten, in denen die Hypnosefähigkeit nicht gegeben ist.
Kann ich meine Hypnosefähigkeit testen?
Ja, die sogenante Suggestibilität kann im Wachzustand ganz einach getestet werden. Unter Youtube findet man unter den Stichworten "Suggestibilität testen" oder "Hypnotisierbarkeit testen" verschiedene Videos, mit denen man seinen momentanen Zustand ganz einfach selbst testen kann.
Kann man mit Hypnose manipuliert werden?
Nein. Es kann niemand gegen seinen Willen hypnotisiert werden. Und es wird auch niemend unter Hypnose Dinge tun, die er/sie nicht will. Alles was unter Hypnose geschieht, sprechen wir vorher ab.
... Familiensystem und systemische Aufstellung
Was ist eine Familienaufstellung?
Manchmal tragen wir Gefühle, Ängste oder Verhaltensmuster in uns, die wir uns mit unserem heutigen Leben allein nicht erklären können. Vielleicht fragst Du Dich:
Warum reagiere ich immer wieder so stark? Warum fühle ich mich für andere verantwortlich? Warum wiederholen sich bestimmte Situationen in meinem Leben?
Eine Familienaufstellung kann helfen, solchen Fragen auf den Grund zu gehen.
Dabei wird das eigene Familiensystem sichtbar gemacht. Personen oder Stellvertreter stehen dabei symbolisch für Familienmitglieder. Durch ihre Anordnung im Raum und die Wahrnehmung dessen, was dabei entsteht, können Beziehungen, Verbindungen und mögliche familiäre Muster sichtbar werden.
Manchmal zeigt sich dabei etwas, das bisher unbewusst war: eine starke Verbundenheit, eine übernommene Verantwortung, ein ungelöster Konflikt oder ein Gefühl, das vielleicht gar nicht ursprünglich das eigene ist.
Es geht dabei nicht darum, Schuld zu suchen oder jemanden verantwortlich zu machen. Es geht vielmehr darum, Zusammenhänge zu erkennen, belastende Verstrickungen hinter sich zu lassen und den eigenen Platz im Leben bewusster einzunehmen.
Eine Familienaufstellung kann Dir neue Perspektiven eröffnen und dabei unterstützen, alte Muster loszulassen und Deinen eigenen Weg freier zu gehen.
Vielleicht ist eine Aufstellung genau dann interessant für Dich, wenn Du spürst:
„Da ist etwas, das mich beeinflusst – aber ich weiß nicht genau, was es ist.“
Dann kann es sich lohnen, gemeinsam genauer hinzuschauen.
Was ist der Unterschied zwischen Familienaufstellung und systemischer Aufstellung?
Die Begriffe Familienaufstellung und systemische Aufstellung werden häufig ähnlich verwendet – ganz genau genommen gibt es aber einen Unterschied.
Bei einer Familienaufstellung steht das persönliche Familiensystem im Mittelpunkt. Es geht beispielsweise um Beziehungen zu Eltern, Geschwistern, Partnern oder Kindern und um mögliche Muster und Verbindungen, die innerhalb der Familie entstanden sind und bis heute wirken können.
Eine systemische Aufstellung ist weiter gefasst. Hier können nicht nur Familienmitglieder aufgestellt werden, sondern auch andere Systeme und Lebensbereiche – zum Beispiel eine Partnerschaft, das eigene berufliche Umfeld, ein Unternehmen, eine Entscheidung, eine Krankheit oder ein innerer Konflikt.
Vereinfacht gesagt:
Eine Familienaufstellung schaut besonders auf die Familie.
Eine systemische Aufstellung schaut auf das gesamte System, in dem ein Thema entsteht und wirkt.
Dabei geht es nicht darum, nach Schuldigen zu suchen. Vielmehr können durch die Aufstellung Zusammenhänge sichtbar werden, die bisher vielleicht nicht bewusst waren.
So kann sich beispielsweise zeigen, warum Du immer wieder in ähnliche Beziehungsmuster gerätst, warum eine Entscheidung so schwerfällt oder weshalb eine bestimmte Situation emotional stärker auf Dich wirkt, als Du eigentlich erwartest. Welche Form der Aufstellung sinnvoll ist, hängt deshalb von Deinem persönlichen Anliegen ab.
Du musst dabei nicht vorher wissen, welche Methode die richtige für Dich ist. Entscheidend ist zunächst die Frage: Was beschäftigt Dich gerade und was möchtest Du besser verstehen oder verändern?
Worin unterscheidet sich eine Familienaufstellung von einer Rückführung?
Eine Rückführung richtet den Blick stark auf persönliche Erinnerungen und Erfahrungen – aus dem aktuellen Leben oder aus früheren Leben. In der Rückführung ist der Klient bzw. die Klientin im Zustand der Trance und erinnert sich in diesem Zustand an ihre früheren Erfahrungen.
In der Systemischen Aufstellung bzw. Familienaufstellung stellt der Klient/die Klientin in einem definierten Raum so genannte Stellvertreter für sich und seiner Familienmitglieder auf. Das erstaunliche ist, dass die Stellvertreter in diesen Rollen Wahrnehmungen haben, die sich mit dem inneren Zustand dieser Menschen in der Realität decken. Dabei brauchen die Stellverteter nichts oder nur wenig von den Menschen zu wissen, die sie vertreten. Durch diese Wahrnehmungen wird das Unsichtbare sichtbar gemacht und kann so bearbeitet und harmonisiert werden. In der Aufstellung beobachtet der Klient/die Klientin im ersten Teil der Arbeit die Aufstellung von Außen, bevor er im Lösungsteil der Aufstellung dann selbst in seine Rolle geht.
Was ist eine familiäre Verstrickung?
Von einer familiären Verstrickung spricht man, wenn Gefühle, Verhaltensmuster oder Belastungen innerhalb einer Familie über Generationen weitergegeben werden und unser eigenes Leben unbewusst beeinflussen. Manche Menschen übernehmen beispielsweise Verantwortung für ihre Eltern, tragen Schuldgefühle, entwickeln starken Leistungsdruck oder wiederholen ähnliche Beziehungsmuster, ohne zu wissen, warum.
Aus Sicht der systemischen Arbeit können solche Dynamiken entstehen, wenn wir uns – oft unbewusst – mit den Schicksalen oder Gefühlen anderer Familienmitglieder verbinden. Das bedeutet nicht, dass wir zwangsläufig deren Probleme übernehmen. Es kann jedoch hilfreich sein, diese Zusammenhänge genauer zu betrachten, wenn sich bestimmte Muster immer wiederholen.
In meiner Arbeit erkunden wir gemeinsam, ob familiäre Prägungen oder Verstrickungen eine Rolle spielen könnten. Ziel ist es, belastende Muster besser zu verstehen, aufzulösen und den eigenen, selbstbestimmten Weg zu finden.
